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Facebook- analyze me!


 

 

Die letzte, abschließende Portfolioaufgabe steht an und damit auch das letzte mal die Qual der Wahl bei der Themensuche. Doch so schwer fiel mir diese beim jetzigen Male gar nicht- lieferte das SOOC mir doch erneut die Möglichkeit, mein Netzwerk auf Facebook genauer zu analysieren. Spannend für mich! Bei der ersten, groben Untersuchung ging es primär nur darum zu schauen, ob ich wirklich so gläsern bin, wie es immer und immer wieder medial dargestellt wird. Google- und Facebook- me: Die Ergebnisse waren so unglaublich unaufschlussreich, dass ich schon fast etwas enttäuscht war. Besonders enttäuscht darüber, dass ich selbst keine genauen Datenanalyse einsehen konnte, wie andere mit-macher- Und leider auch auf Fragen wie „WIE hast du das angestellt“ kein Feedback bekam.

 

Sei’s drum. Nun bekomme ich also erneut die Möglichkeit, mein persönliches Netzwerk zu analysieren und diese greife ich natürlich beim Schopfe.

 

Um die Analyse durchzuführen, wird ein Programm namens GEPHI  empfohlen, dazu wird uns ein Youtubelink zur Verfügung gestellt- ein Video, dass die Nutzung erleichtern soll.

 

Gut, denke ich. So umständlich, wie dieses Programm auf den ersten Blick aussieht, würde ich mich auch recht schwer tun, die Nutzung alleine hinzubekommen

 

 

Das YoutubeVideo fordert mich nun dazu auf, auf Facebook eine App zu öffnen, die wohl ein paar Datenschlüssel bereit zu halten scheint. Nun kommt das erste Problem, was ich erkenne. Die App benötigt die Berechtigung, auf alles zuzugreifen. Emails, Freunde, Bilder etc. . Für mich unmöglich. Natürlich will ich gern eine Datenanalyse durchführen- aber muss die App dazu berechtigt sein, Änderungen vorzunehmen? 

Ich überwinde meinen inneren Schweinehund und bestätige. Schon fällt mir Problem 2 auf. Mr. Youtube hat eine andere Version der App, seine Seite ist anders aufgebaut. Ich bin verwirrt und mir nicht sicher, was ich nun anklicken soll- entscheide mich aber für das, was dem Bild vom Youtubebericht am ähnlichsten sieht.

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 Weiter im Text. Mr. Youtube erklärt recht präzise- und ohne ihn wäre ich wirklich aufgeschmissen. Denn was ich sehe ist erstmal nichts außer einem Haufen Striche, der so aussieht wie das was ich male, wenn ich telefoniere.

 

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 Um den Kuddemuddel übersichtlicher zu gestalten wird mir ein neues Layout empfohlen mit der Aussage „ Wenn das für euch übersichtlich aussieht, drückt ihr auf STOP“ Für mich sieht das Ganze nie übersichtlich aus. Ich warte- und warte- und warte. Sinnlose Zeitvergeudung. Aber okay- ich habe es schließlich so gewollt.

 

Langsam beginne ich auch zu verstehen, was ich hier mache. Es geht um Knotenpunkte und deren Verbindungen. Wird das Ganze farblich gestaltet, leuchtet der Punkt, der quasi „DREH- UND ANGELPUNKT“ ist, am dunkelsten.

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Nachdem ein paar Analysen durchgeführt werden und ich langsam hinter das Programm steige, sehe ich tatsächlich auch ein paar spannende Ergebnisse.

 

Fangen wir an mit dem Geschlecht meiner Facebookfreunde. Unvoreingenommen würde ich jetzt behaupten, dass sich das die Waage hält. Ich habe „meine Mädels und meine Jungs“ und kann jetzt nicht behaupten, dass irgendein Geschlecht dominiert. Was sagt mir aber das Programm?

 

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Genau das Selbe. Ich habe 50,44% männliche Facebookfreunde und 49,56 % weibliche. Da war meine Einschätzung also gar nicht so schlecht.

Weiter geht’s. Woher kommen meine Facebookfreunde? Ich denke, großteils aus Deutschland. Sicherlich auch ein paar aus Amerika- aber das sollte wirklich nur ein Bruchteil sein.

 

Und tatsächlich. Gephi verrät mir, dass 93,55% meiner Freunde aus Deutschland sind. Ca. 4 % aus Amerika. Der Rest setzt sich aus England und den Niederlanden zusammen. Den Niederlanden? Wen kenne ich denn bitte aus den Niederlanden? Zum Glück gibt Gephi mir die Möglichkeit, Namen anzuzeigen. Tatsächlich hatte ich ganz verdrängt, dass ich einen Belgier kenne.

 

Als letztes kann ich mir anschauen, welche Gruppierungen Facebook meine Freunde zuordnen. Kann dieses Programm wirklich Leute verbinden und dabei auch „mitdenken“ woher ich sie kenne?

 

Ja- kann es. Und das hätte ich nun nicht gedacht. Fehlerfrei splittet Gephi meine Freunde in Gruppen auf. Uni, Dresden, Schule, Arbeitsstellen, sogar die Leute vom Hondaclub sortiert er zusammen.

 

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Abschließend interessiert mich noch eins: Wer ist Dreh-und Angelpunkt meiner Community? Stimmt dieses dann auch mit dem wahren Leben überein?

 

Und wahrlich: Der wichtigste Knoten ist laut Gephi mein Mann. Die meisten Nachrichten, gemeinsame Freunde- all das hat ihn für das Programm wichtig gemacht. Diese Erkenntnis ist die wohl Spannendste aus der Analyse.

 

 

Was ist die Schlussfolgerung?

 

Gephi ist eine interessante Spielerei- mehr aber auch nicht. Die Analyse ist recht spannend- bringt aber immer noch nicht das Ergebnis, was ich mir erhofft hatte. Wer hat welche Daten von mir? Wer kennt wen über mich? Wie oft wird meine Seite aufgerufen und vor allem: von wem? DAS wären Fragen, die mich für eine Facebookanalyse interessieren würden. Aber vielleicht entdecke ich bei weiterer Recherche noch ein weitereichendes Programm.

 

 

19.1.14 13:49
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andrea / Website (20.1.14 14:04)
Liebe Dominique,

schön, dass Du es diesmal durchziehen konntest mit der Netzwerkanalyse. Schade, dass Dir beim letzten Themenblock niemand geholfen hat.
Vielleicht kannst Du Dir - abseits der Analyse von Facebookdaten, die ja eher privat sind - Anwendungsszenarien vorstellen, die im Bereich der Learning Analytics einen echten Mehrwert für das Lernen bringen können? Was ist zum Beispiel mit der Darstellung von Testergebnissen in Abhängigkeit von der Häufigkeit des Austauschs mit anderen (oder einer bestimmten Person) über das Thema?
Du beziehst die Aufgabe noch zu sehr auf das Datenschutzthema, dieses haben wir vor Weihnachten hinter uns gelassen (schweren Herzens). Beschäftige Dich noch ein wenig mit der zur Verfügung gestellten Literatur, damit Du hier nicht am Thema vorbeitippst.


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