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Wer bin ich- und wenn ja wie viele? Gläserne Diamond?

Wer bin ich- und wenn ja, wie viele?

 

-.—ist der Satz dieses Blogs. Meinem ersten Blog und damit dem erstem Persönlich-machen im Internet. So richtig persönlich ist es ja aber nicht. Schließlich kennt dieser Blog meinen wahren, amtlichen Namen nicht.

 

Gut so, schließlich will ich kein gläserner Mensch sein. Spannend ist natürlich dennoch, was das Internet, außerhalb meines Blogs und damit nicht nur meine Blogleser, über mich wissen.

Wer sich selbst schon einmal „gegoogled“ hat, hat sich vielleicht erschrocken, welche Bilder und Informationen doch unlöschbar im Web umherschweben.

 

Ich hab‘ mich nicht erschrocken, Warum? Weil ich, nicht wirklich interessant googlebar bin.

Selbstversuch- Eingabe meines vollen Vor- und Zunamens in der Suchfunktion. Was finde ich? Bilder gibt es keine.

Gut so.

 Was liefert mir die normale Websuche?

Natürlich- meinen Eintrag bei Xing. Für mich selbst ist dies aber keinesfalls negativ oder gläsern. Ich empfinde Xing als sehr hilfreiche Seite, schon viele Studienkollegen haben darüber Arbeitsstellen gefunden. Warum also nicht, wenn nur dort, auffindbar sein?

Auch „people Check“  http://peoplecheck.de/) hat nichts zu bieten, was mich verblüfft. Gibt man nämlich allein den Begriff peoplecheck in die Googlesuchleiste ein, erhält man Zusätze wie „Bilder löschen“  - „Eintrag löschen“ und Ähnliches. Was sagt mir das? Eindeutig, dass wohl viele Internetuser, ungewollt, ein Teil dieser Seite sind. Ich nicht.

Auch WolframAlpha (http://www.wolframalpha.com) hat nichts über mich zu sagen. Zumindest nichts, was der Wahrheit entspricht. Der Wolfram findet mich in Los Angeles  als Andy oder  in Wien als Nina, für Wolfram bin ich 38 Jahre oder 23 Jahre alt. Stimmt alles nicht, schade, eigentlich. Wieder eine Seite, die mich nicht findet. Ich wiege weder 100 kg- noch 62 kg und MLB- Spieler bin ich auch nicht.

Mir reicht das nicht. Ich frage Google noch einmal, wo man etwas über Personen herausfinden kann.

Die 1-2-3 Peoplesuche wird mir angeboten und von mir ausprobiert.  Auf http://www.123people.de/s/vorname+nachname soll man also mehr über mich herausfinden können?

Tatsächlich- eine Information mehr findet die Seite: Ein ehemaliges WG Zimmer, welches ich angeboten habe. Für mich auch keine schlimme Information. Viel mehr zeigt dies doch, dass das Zusammenleben in einer Wg wohlmöglich meine Sozialkompetenzen gesteigert hat.

 

Auch www.yasni.de soll wohl viel über Personen preisgeben.

Doch auch hier stelle ich fest, außer dem XIng- Profil und der WG Anzeige gibt es auch hier nichts Weiteres über mich zu erfahren.

Dann versuchen wir es, abschließend, mit der Googledatensuche- die etwas genauere Anzeigensuche.  Vielleicht gibt es hier etwas über mich zu erfahren? Tatsächlich. Hier findet man mich, dank Youtube, etwas genauer. Ich bin 18-24 Jahre alt und weiblich. Ich nicke- und stimme zu. Viel mehr kann diese Suche aber auch nicht aussagen. Weder Interessen, noch spezielle „CLIPS“, die ich angeschaut habe, werden preisgegeben. Selbst mein Musikgeschmack bleibt also verborgen.

 

Woran kann es liegen, dass das Web nichts zu sagen hat über mich?

Ich gestehe- ich nutze nirgends im Web meinen Klarnamen. – Nun, doch nicht ganz richtig. Ich nutze ihn NICHT MEHR. Das bedeutet, dass Google prinzipiell etwas über mich wissen müsste. Schließlich gibt es, definitiv, ein paar Einträge, irgendwo, wenn man weiß, wo. Ich war jahrelang Profitänzerin- mein Name MUSS im Netz auftauchen. Google scheint es aber nicht zu wissen.

Was sagt mir das?

Für mich ist diese „Ungooglebarkeit“ natürlich von Vorteil. Zukünftige Arbeitgeber haben keine Chance, Peinlichkeiten, Partybilder oder anderes durch die Eingabe meines Klarnamens herauszufinden. Das Einzige, was man sehen kann, ist mein braver Xing- Eintrag und ein WG Zimmer.

Aber irgendwie bin ich schon etwas enttäuscht. So viele Nachrichten wie über Datenmissbrauch, gläserne Menschen oder Ähnliches zu lesen ist, so wenig findet man doch in der Selbstsuche über sich heraus.

Und jetzt?

Rein aus Interesse versuche ich das gleiche Spiel aber nocheinmal mit dem Namen, mit dem ich im Internet mein Unwesen treibe.

Bildersuche- Wieder keine Ergebnisse. Keine, die wirklich MICH zeigen. Bin ich wirklich so gut im Geheimhalten?

Okay, dann die normale Suchfunktion. Irgendjemand muss doch etwas über mich wissen? Ich finde nichts, außer meinem Facebookprofil. Die Informationen, die ein Nichtfreund dort sehen kann, sind eher uninteressant. 1-2 Titelbilder, Angaben über Seiten, die mir gefallen. Undspannend. Also auch hier – 1:0 für mich.

Abschließend:

Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht den Zugriff in das Netz habe, wie es andere Leute haben. Vielleicht, gibt es im Deepspace etwas mehr über mich zu erfahren, vielleicht auch Dinge, die ich gar nicht preisgeben wöllte.

Darüber kann ich allerdings nichts sagen. Wöllte ich gerne, doch den Zugriff werde ich darauf wohl nie haben. Mir sagt das nur eins: ich kann mich selbst wohl verstecken wie ich will, wer Informationen haben möchte, wird diese auch irgendwie bekommen.

 

 

 

15.12.13 12:25
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


P.Klafs (15.12.13 21:52)
Es ist wirklich interessant, dass das Internet über wirklich alle bisher, die diese Aufgabe bearbeitet haben, entweder nur total triviale Dinge weiß, wie sie auf jedem Facebook-Profil stehen oder gar nichts/falsches. Du hast über Google und Facebook hinaus noch andere Dinge probiert und mustest dich schon bemühen, überhaupt etwas zu finden.

Bei mir ist es ähnlich, wie bei dir. Ich habe auf diversen Seiten früher meinen Klarnamen benutzt. Heute tue ich das schon länger nicht mehr, da ich diese Hobbysachen von meinen privaten Informationen trennen möchte. Ich würde hier gerne ergänzen, wie das bei mir jetzt so aussieht:

Inzwischen sind diese diversen Seiten, wo ich den Namen geändert habe, überhaupt nicht mehr anzutreffen, wenn man meinen Klarnamen googlet. Das ist besonderst interessant, wenn man bedenkt, dass es früher die ersten (!) Ergebnisse waren. Ich meine mich zu erinnern, dass es ein halbes Jahr später immer noch vereinzelt aufzufinden war, aber inzwischen ist alles verschwunden/abgeändert. Heute kommt sofort mein Facebookprofil. Es folgen Tennisturniere und ein Saunaherrsteller und das über mehrere Suchergebnisse hinweg, bis ich zu meinem letzten wirklichen Eintrag komme: Die Seite meiner alten Schule, wo unter anderem auch alle Abiturienten aufgelistet sind. Damit kann ich leben.

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